Eine Bibliothek für Studien, Berichte und andere Fundstücke
Beschäftigt man sich regelmäßig mit politischen und gesellschaftlichen Themen, gerät man irgendwann in eine praktische Problemlage: Es gibt sehr viel mehr interessantes Material, als man im Augenblick des (zufälligen) Fundus lesen und durchdenken kann. So geht es mir natürlich auch.
Stiftungen veröffentlichen Handreichungen und Studien, Forschungsinstitute legen Untersuchungen und Erhebungen vor, Verbände und Einrichtungen der politischen Bildungs- und Präventionsarbeit erstellen Berichte und Handlungsempfehlungen, Ministerien und Fachstellen veröffentlichen Lagebilder, Evaluationen oder Arbeitshilfen. Vieles davon nehme ich irgendwann wahr, lese es teilweise, speichere einen Link oder eine Webseite, nur um es einige Monate später im Zweifel nicht wiederzufinden.
Dafür habe ich mir hier auf meiner Webseite inzwischen eine Bibliothek eingerichtet.
Der Bereich ist keine Bibliothek im klassischen Sinne und auch kein Versuch, möglichst vollständig wissenschaftliche Literatur zu erfassen. Ich sammle dort vielmehr jene Studien, Berichte, Analysen, Positionspapiere, Handreichungen und andere Publikationen, die mir bei meinen eigenen Themen begegnen und die ich für interessant oder später möglicherweise für nützlich halte.
Was dort gesammelt wird
Die thematische Auswahl folgt natürlich meinen eigenen Interessen und Arbeitsfeldern. Dazu gehören derzeit insbesondere Kommunalpolitik, politische Partizipation und Demokratie, Rechtsextremismus und Radikalisierung, Antisemitismus und Prävention, Erinnerungskultur sowie Fragen politischer Bildung.
Ein regionaler Schwerpunkt liegt dabei auf Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich interessieren mich Untersuchungen, die zunächst überhaupt keinen unmittelbaren Bezug zur Region oder zu Barth haben. Denn gerade darin liegt für mich ein besonderer Reiz solcher Veröffentlichungen. Eine bundesweite Studie über kommunales Ehrenamt kann beispielsweise zunächst sehr abstrakt erscheinen. Interessant wird eine Beschäftigung aber auch bei der Frage: Wie sieht das eigentlich hier vor Ort aus?
Welche Probleme beschreibt eine Untersuchung? Lassen sie sich auch in Barth beobachten? Welche Handlungsempfehlungen werden daraus abgeleitet? Welche davon wären auf eine Stadt dieser Größe übertragbar? Wird manches vielleicht längst umgesetzt? Und wo ergeben sich aus wissenschaftlichen Befunden ganz konkrete Fragen an Kommunalpolitik und Verwaltung?
Aus einer Publikation kann damit eine Recherche, eine Idee, eine Anregung für kommunale Akteure oder ein konkretes Projekt in Barth entstehen.
Nicht alles muss sofort ein Beitrag werden
Der Bereich Bibliothek hat deshalb zunächst einen sehr einfachen Zweck: interessante Themen und Funde nicht wieder in Vergessenheit geraten oder verschwinden zu lassen. Die eigentlichen Veröffentlichungen liegen jedoch nicht auf meiner Webseite. Weil Urheberrechte oder Nutzungsrechte sehr unterschiedlich sein können, wird in jedem Eintrag auf die direkte Quelle bei den herausgebenden Institutionen oder Akteuren verlinkt. Auch DOI-Adressen können aus praktischen Gründen hinterlegt sein.
Manches werde ich vermutlich nur einmal lesen und später als Hintergrundinformation benötigen. Andere Veröffentlichungen können Ausgangspunkt für eigene Beiträge auf dieser Webseite werden. Und einige Studien lassen sich vielleicht systematisch daraufhin untersuchen, was ihre Ergebnisse für Mecklenburg-Vorpommern oder ganz konkret für Barth bedeuten.
Damit ist die Bibliothek zugleich ein wenig mein öffentliches Arbeitsgedächtnis und vielleicht ist die Sammlung nicht nur für mich nützlich. Wer zu ähnlichen Themen arbeitet oder sich einfach dafür interessiert, findet dort möglicherweise ebenfalls etwas, das sonst unentdeckt geblieben wäre.
Eine Sammlung, die wachsen soll
Der Bestand ist noch überschaubar. Das soll sich ändern.
Momentan gehe ich unter anderem die Publikationsangebote von Stiftungen, sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituten, Fachstellen, Thinktanks und kommunalen Verbänden durch. Dabei geht es nicht darum, alles aufzunehmen, was dort veröffentlicht wird. Interessant sind diejenigen Arbeiten, die einen Bezug zu den Themen haben, mit denen ich mich hier beschäftige.
Dabei dürfen durchaus unterschiedliche politische und fachliche Perspektiven nebeneinanderstehen. Die Aufnahme einer Publikation bedeutet nicht, dass ich ihre Einschätzungen oder Schlussfolgerungen teile. Zunächst bedeutet sie nur: Das könnte lesenswert, diskussionswürdig oder für eine spätere Recherche relevant sein.
Die Bibliothek wird deshalb keinen abgeschlossenen Zustand erreichen. Sie soll mit den Recherchen und Themen dieser Webseite weiterwachsen.
