Politik & Gesellschaft

Fallbeispiele für den Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Europa – Zwischen Abgrenzung, Einbindung und Tolerierung

Die Publikation analysiert den Umgang unterschiedlicher EVP-Parteien mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften in zehn europäischen Ländern. Sie zeigt, dass sich diese Parteien erheblich in Radikalität, Ideologie und Kooperationsbereitschaft unterscheiden und deshalb differenzierte Strategien erfordern. Weder strikte Ausgrenzung noch vorbehaltlose Einbindung haben sich als dauerhaft wirksam erwiesen; entscheidend sind Kontextsensibilität, klare rote Linien gegenüber antidemokratischen Kräften und die glaubwürdige Besetzung zentraler Themen. Eine Typologie unterscheidet zwischen autoritär-rechtspopulistischen, nationalistisch-rechtspopulistischen sowie gemäßigt-rechtspopulistischen und konservativen Parteien. Erfolgreiche Praxisbeispiele stammen aus Spanien, Griechenland und Finnland, zeigen jedoch zugleich Grenzen in Sachen Übertragbarkeit auf. Die Studie plädiert für einen strategisch differenzierten, prinzipienfesten Umgang mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien in Europa.